Mit Elefanten zu Fuß durch Indien Mahut 2007

13 years ago Mahut 2007, Expedition, Asien226

Visionen und Realität Indiens 2006

Wir nahmen uns zwei Monate Zeit, in Indien alle Informationen über die derzeitige Lage der Elefanten-Population in Gefangenschaft vor Ort zusammen zu tragen. Unser Ziel war es, einen Elefanten aus der schlechten Haltung in Gefangenschaft  heraus zu kaufen, mit ihm die „Expedition Mahut“ durchzuführen und danach dem Tier ein gutes Leben in einem Park zu ermöglichen. Ein Elefant sollte um die 25.000 Euro in Indien kosten. Doch vor Ort gestaltete sich unsere Suche viel schwieriger als gedacht und unsere Visionen zerplatzten wie eine Seifenblase. Am Rand der Stadt Patna im Bundesstaat Bihar schauten wir mehrmals zum „Hati Ghat“. Dort findet jedes Jahr ein großer Tiermarkt statt, wo auch Elefanten verkauft werden sollen. Dort erfuhren wir nun außerhalb der Saison, dass seit dem Jahr 2000 unter dem „Wildlife Act of Cites“ strengste Regeln für den Kauf von Elefanten bestehen. Der Kauf eines Elefanten von einem Ausländer ist gar nicht mehr möglich. Deshalb lernten wir, dass wir unseren Elefanten entweder nur leihen konnten oder eine Firma mit einem indischen Geschäftspartner gründen müssten. Das wollten wir natürlich nicht. Auch erfuhren wir, dass es nur noch circa 3.500 in Gefangenschaft lebende Elefanten in ganz Indien gab. Nur ein einziges Tier für unser Vorhaben zu leihen war fast unmöglich, da die Tiere rund um die Uhr für verschiedenste Zeremonien, wie zum Beispiel Hochzeiten, vermietet wurden.

Alltagsszene in Neu Delhi
Heirats-Zeremonie in Bihar, Indien

Wir wollten mit dieser Tour nicht nur Licht ins Dunkle der indischen Glaubensstrukturen des Hinduismus und dessen Traditionen bringen, sondern auch alles über das Leben eines Mahut (Elefantenführer) mit seinem Tier lernen. Unser Anliegen war es schlicht weg selbst eine Mahut Ausbildung zu absolvieren. Es sollte eine Entdeckung der Kulturen mit Langsamkeit, zu Fuss durch Indien werden. So planten wir unsere Reiseroute durch den Subkontinent. Es sollte durch die fruchtbaren Ganges Ebenen gehen, immer dieser Lebensader Indiens flussaufwärts zu seinen Quellen folgend. Dort reihten sich viele heilige Stätten wie eine Perlenkette aneinander. Wir wollten genauer in eine 5.000 Jahre alte Kultur blicken, und das mit einem der heiligsten Tiere Indiens. Der Elefant wird durch die Gottheit Ganesha symbolisiert, dem Gott der Weisheit, Klugheit und dem Beseitiger von Hindernissen. Unser Ziel war die Pilgertour der „Char Dham Yatra“, der Besuch der vier heiligen Ganges Quellen im Himalaya. Am Ende wollten wir die Geheimnisse Indiens verstehen.

Ganesha - Der Gott der Weisheit

Mit Hilfe von verschiedenen Indern besuchten wir in der Umgebung von Patna einige Elefanten-Besitzer mit ihren Tieren. Manchmal war es ein Jammer, wie sie gehalten wurden. Erstaunt waren wir über die wohl genährten Elefanten im Zoo von Patna, welcher sehr gepflegt war und eine erfolgreiche Panzernashorn- und Gangeskrokodil-Population hatte. Dieser pflegte sogar intensive Kontakte mit dem weltbekannten Zoo in San Diego / Californien, USA. Natürlich wollte der Zoodirektor seine Elefanten auch nicht ausleihen aber sie wollten uns bei er Suche helfen. Nach 8 Wochen im heißen Chaos Indiens waren wir absolut desillusioniert. Wir konnten keinen geeigneten Elefanten für unseren Plan finden. Alles was wir von unseren Kontaktleuten zu hören bekamen, war: „Macht euch keine Gedanken und kommt nächstes Jahr einfach wieder, dann bekommt ihr euren Elefanten“. Sollten wir erstmals ein Vorhaben wegen Undurchführbarkeit aufgeben müssen?

Im Zoo von Patna mit Tierarzt und Mahut einer gut gepflegten Elefantin

Nerven wie Drahtseile und die Hoffnung stirbt zuletzt

Nach 2 jähriger Vorbereitung starteten wir Anfang April 2007 zu unserer Elefantenexpedition „Mahut 2007“.

Und wieder ging es nach Indien, dem Land der hinduistischen Götter, Tiger und Elefanten. Ohne dass wir einen Mietvertrag oder eine Zusage von einem Elefantenbesitzer hatten, waren wir fest entschlossen, diesmal ein Tier für unsere Expedition zu finden. In Bihar, dem ärmsten Bundesstaat Indiens angekommen, machten wir uns sofort auf die Suche. Wir nutzten unsere Kontakte zum Zoo in Patna. Das große Problem war, ein gesundes Tier mit guten Zähnen und einer positiven Vergangenheit zu finden. Einen kranken oder extrem schlecht behandelten Elefanten würden wir auf keinen Fall mitnehmen, so viel stand fest!

Am Hatti Ghat in Patna, Bihar, Indien

Die Elefantensuche ließ uns fast durchdrehen. Schon zwei Tage nach unserer Ankunft lösten sich alle Vorbereitungen in Luft auf. Es herrschte unendliches Chaos und wir standen vor einem Scherbenhaufen. Nun begann eine schier endlose Odyssee auf der Suche nach einem geeigneten Tier. Entweder waren die Elefanten zu jung oder zu alt, die Besitzer wollten sie nicht hergeben oder uns in illegale Geschäfte verwickeln, worauf wir uns natürlich nicht einlassen wollten. Noch dazu war jetzt gerade in ganz Indien Hochzeitssaison und alle Elefanten waren für die Hochzeitszeremonien ausgebucht. Selbst die indischen Behörden, wie „India Tourism“ in Bihar, die uns bei der Suche unterstützten, waren machtlos. Wer uns wirklich mit aller Kraft Beistand leistete, das waren der Direktor und der Tierarzt vom gepflegten Zoo von Patna.

Nach über einem halben Monat Suche, ohne irgend eine Zusage, waren wir unglaublich verzweifelt. Wir wollten bei einer weiteren Erfolglosigkeit in den nächsten 48 Stunden die gesamte Expedition aufgeben oder vielleicht nach Nepal verlagern. Doch plötzlich, wie ein Geschenk des Himmels, trat der Student Candan in Erscheinung. Er war ein Bekannter des Tierarztes aus dem Zoo und dessen letzter Versuch, uns zu helfen. Candan hatte Kontakte bis zum Ringmeister, welcher alle Elefanten in ganz Indien vermittelt. Nun ging es darum, einen bestimmten Elefantenbesitzer von unserem Vorhaben zu überzeugen. Erneut tauchten Probleme auf, weil es verboten war, mit dem Elefanten einzelne Provinzgrenzen in Indien zu überqueren. Das bedeutete für uns, wir konnten nur den ersten der drei Bundesstaaten mit diesem Elefanten zu Fuss durchqueren. Danach müssten wir einen neuen Elefanten finden. Nach 5 Tagen Verhandlungen war es endlich so weit, wir hatten tatsächlich grünes Licht aber glaubten immer noch nicht daran – nicht bevor wir mit der Elefantendame „Champa“ wirklich unterwegs waren.

Eine Puja, Räucherwerk und heiliges Wasser

Am zeitigen Morgen des 29. April 2007, warteten wir vor dem Haupteingang des Zoo’s von Patna auf unsere Elefantin „Champa“ (auf indisch Blume). Die Spannung brachte mich fast um, während meine Augen hektisch die Straße absuchten, ob da tatsächlich ein Elefant kommt oder nicht. Auf einmal schälte sich die graue Silhouette aus dem Dunst von Autoabgasen und Staub, inmitten des chaotischen, indischen Verkehrs. Unsere Visionen wurden nun endlich Wirklichkeit. Wir entdeckten sogar noch einen zweiten Begleiter. Ein indisches Dromedar war auch noch dabei, welches uns der Besitzer von Champa als Lastentier gleich noch mit dazu gab.
Champa war eine drei Meter hohe und dreitausend Kilogramm schwere, entzückende Dame. Nur das Dromedar, auch eine Dame, hatte noch keinen Namen. Also tauften wir es auf „Bärbel“.

Erster Blick-Kontakt mit Champa
Harte Verhandlungen um die Leihgebühr von Champa
Die fleißige Bärbel trabt hinterher

Vor dem Zoo versammelten sich viele Menschen, darunter auch die indischen Medien, wie CNN und CNI. Bevor es nun mit Campa und Bärbel losgehen konnte, mussten wir noch eine bunte Opferzeremonie durchführen, eine so genannte Puja. Dadurch sollten alle Teilnehmer der Expedition auf dem lange Weg gesegnet werden. Ein hinduistischer Priester, ein Brahmane, brachte viele Opfergaben dar, entzündete Sandelholz und behängte Campa und uns mit schönen Blumenkränzen. Bereits eine Stunde später setzte sich unsere Karawane auf dem Landweg langsam in Bewegung. Der Mahut „Kiamu“ und sein Helfer „Jomo“, Campa und Bärbel, wir und unser Dolmetscher Singh verließen nun Patna. Viele Gruselgeschichten von Räubern, Mördern und Vagabunden hörten wir über Bihar, doch wir hatten gelernt, uns eine eigene Meinung zu bilden.

Opfer-Zeremonie (Puja) am Zoo kurz vor dem Start
Eine letzte Stärkung vor dem Aufbruch mit Zuckerrohr
So viele Bananen und alle nur für mich
Bunt bemalte Champa während des Aufbruchs von Patna

Wegen der extremen Sommerhitze, bei Tagestemperaturen um 50 Grad Celsius, liefen wir morgens von 4.00 Uhr bis 9.00 Uhr und nachmittags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Zu unserem Erstaunen legten wir schon in den ersten Tagen zwischen 15 bis 20 Kilometer pro Tag zurück. Nun waren wir unterwegs, draußen auf dem Lande, wo Traditionen noch lebendig sind. Fast jede Nacht blieben wir an heiligen Stätten und übernachteten in Hindutempeln. Singh berichtete uns viel über die vielfältige hinduistische Götterwelt. In Indien sind Elefanten heilige Tiere, sie symbolisieren Ganesha, den Gott der Weisheit. Ganesha schafft die Probleme aus dem Weg und macht den Weg frei, ein Ziel zu erreichen.

So viel Gepäck und alles muss nur Bärbel tragen
Aufsehen auf dem Lande mit vielen "Zaungästen"
Nun heißt es ein sicheres Nachtlager suchen
Alltagszustände in Indien

Viele Menschen verneigten sich vor Champa oder gaben kleine Geld- und Futterspenden, wenn wir durch die Dörfer liefen. Manchmal versammelten sich hunderte Menschen um uns, Kinder schrieen in ihrer Begeisterung wild durcheinander und liefen bis zum Dorfende mit uns mit. Im Örtchen Dumraon wurden wir sogar von einem rajputischen Maharadscha zu einer Audienz eingeladen, wo wir auch übernachteten.

Unglaubliche Mengen an Futter vertilgte nicht nur Campa sondern auch Bärbel. Die beiden fraßen uns fast die Haare vom Kopf. Zum Glück gab es im schönen Bihar genügend große Bodhi-Bäume, von denen wir jeden Tag einen Teil des Futters herholten. Campa war eine ganz liebe und geduldige Elefantin. Ohne zu murren, lief sie vorwärts und wurde niemals wütend. Nach 130 Kilometern erreichte unsere kleine Karawane schließlich die Provinzgrenze von Bihar. Wir waren sicher in Buxar, am heiligen Gangesfluss angekommen und keiner hatte uns hier Schaden zugefügt. Am Abend vor unserem Abschied konnten sich Champa und Bärbel auf einem Behördengelände noch einmal so richtig satt fressen. Am nächsten Morgen  war ein ganzer Baum verschwunden. Die Trennung von Campa fiel uns extrem schwer. Wir hatten so lange gebraucht, diesen Elefant zu finden. Was wenn wir wieder so lange brauchten, um einen neuen Begleiter zu finden? Ein letztes Mal gedrückt und ein feuchter Abschiedskuss, dann schauten wir nur noch nach vorn.

Am Morgen war der Baum weg

Ohne Elefant nach Varanasi

Ghats in Varanasi, Uttar Pradesh, Indien
die 5.000 Jahre alte Stadt Benares

Wir folgten nun der heiligen Lebensader Indiens weiter flussaufwärts. Am Ufer des schmutzigen Ganges erhob sich die wohl heiligste Stadt Indiens, Benares (Varansi). Bereits seit mehr als 5.000 Jahren siedeln hier Menschen. Somit gehört dieser Ort zu den ältesten noch lebendigen Städten der Erde. Der indische Hauptgott Shiva, Schöpfer und Zerstörer aller Welten, ist nur an zwei Orten ständig präsent. Einerseits in Benares (Varansi) und andererseits am heiligen Berg Kailash, in Tibet.

Diese hier ständig vorherrschende Aura und Heiligkeit spürten wir an jeder Ecke der Altstadt. Hier zogen sich enge Gassen, verstopft mit Pilgern und vielen Kühen, bis zum Gangesfluss hinunter. Auch wir bewegten uns im Pilgerstrom und erreichten die Ganges-Gahts, Treppen die sich kilometerweit am Ufer des Ganges entlang ziehen. Hier finden täglich viele Opferzeremonien statt, die jedoch größte und wichtigste findet jeden Abend zur Huldigung der Gottheiten Shri Ganga und Shiva statt. Dort versammelten sich tausende gläubige Menschen, dutzende Gebetsglocken erklangen, Milch und Blüten wurden den Fluten des Ganges übergeben und das Licht hunderter Kerzen spiegelte sich im Wasser der Nacht. Die Menschenmenge verneigte sich und Gesänge wurden angestimmt.

Opfergaben werden von Kindern verkauft, Benares, Indien
Rituelle Waschungen wohin das Auge blickt, Benares
Ein Bad im Ganges wäscht die Seele rein
die 5.000 Jahre alte Stadt Benares

Wir besuchten auch die Verbrennungsgahts und ich war wirklich geschockt, als wir hier auf alte Menschen trafen, die seit Wochen schon in dunklen Ecken auf ihren Tod warteten. Mehrmals täglich wurden dutzende Verstorbene durch ihre Familien zum Bestattungsplatz gebracht, wo die Feuer 24 Stunden durchgehend brannten. Die schwere Arbeit der Verbrennungen erledigten nur die „Shudra“, welche zur untersten Kaste der Unantastbaren gehören. Das Feuer zum Entzünden aller  Bestattungen brennt seit 2.500 Jahren ohne Unterbrechung. Die Körper der Verstorbenen wurden vor der Verbrennung in den Ganges getaucht. Einem Auserwählten der Familie wurde der Kopf kahl rasiert und auch er musste ein Bad im heiligen Ganges nehmen, um seinen Körper spirituell zu reinigen. Ein Brahmane (Priester) saß mit dem Familienmitglied vor dem Verstorbenen, welcher sich jetzt auf einem Holzhaufen am Ufer befand und sprach die letzten Gebete. Der Auserwählte entzündete bald darauf ein Bündel Stroh am ewigen Feuer und nachdem er 5-mal mit dem brennenden Bund im Uhrzeigersinn um den Scheiterhaufen gelaufen war, wurde dieser angebrannt. Nach 1 Stunde wurde ein Knochen des Verstorbenen aus dem Feuer entnommen und der Familienangehörige musste diesen Knochen über seine Schulter hinter sich in den Ganges werfen. Danach erst war die letzte Verbindung zwischen Körper und Seele aufgehoben und eine Wiedergeburt des verstorbenen Familienmitgliedes möglich.

Bitterste Armut und katastrophale Verhältnisse
Spirituelle Erfüllung für alte Menschen am Ganges
Die Verbrennungs-Ghats am Ganges in Benares
Augenzeugen einer der vielen Bestattungen
teure Sandelholz-Späne werden geopfert, Benares, Indien
5 Mal um den Scheiterhaufen vor dem Anzünden
Unzählige Feuer brennen jeden Tag an den Bestattungs-Ghats, Benares

Die meisten Pilger kommen mindestens einmal im Leben nach Benares (Varanasi), um hier ein Bad zu nehmen. Mir war beim Anblick der brennenden Leichen anders zumute. Befremdlich war auch als wir sahen wieviel Abwässer, tote Tiere, Müll, Fäkalien und vieles mehr im Ganges schwammen, die Menschen daneben baden gingen und das Wasser tranken. Niemand berichtete von einer Erkrankung, denn es ist die heilige Lebensader Indiens, der Gott Shiva selbst.

Auf den Spuren von Ganesha

Wir suchten in ganz Varanasi vergeblich nach einem Elefanten und auch Singh konnte uns nicht weiter helfen. Somit mussten wir noch ein Stück weiter nach Allahabad. Aber auch hier wurden wir nicht fündig. Die Stadt Allahabad ist ein sehr wichtiges Pilgerzentrum in Indien. Triveni, die Kreuzung der drei heiligen Flüsse ist der eigentliche Anziehungspunkt der Gläubigen in Allahabad. Alle 12 Jahre finden sich dort 60 Millionen Pilger auf einmal ein, um das weltgrößte religiöse Fest (Khumb Mela) am Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und Saraswati, abzuhalten. Singh erzählte uns, dass wir hier in Triveni für die Götter eine Puja mitmachen müssten, sonst würden wir keinen neuen Elefanten finden. Also waren wir dabei und schauten ins Wasser, als Singh untertauchte. Wir beteten für eine erfolgreiche Fortsetzung unserer Tour mit einem neuen Elefanten in Richtung Gangesquelle.

Singh, unser Begleiter, bei eine Puja in Triveni
Ein Gebet und Opfergaben, um einen neuen Elefanten zu finden, Allahabad, Indien
Erst nach dem Untertauchen im Ganges kann der Wunsch erfüllt werden, Triveni, Allahabad

Einen Tag später fügte sich alles wie ein Puzzle zusammen. Wir trafen aus heiterem Himmel auf den Mahut Jadov mit seinem riesigen Elefantenbullen „Raju“. Die Götter meinten es gut mit uns. Die Verhandlungen mit seinem alkoholabhängigen Besitzer waren nicht ganz einfach, jedoch willigte er ein. Bevor wir starten konnten, mussten wir uns noch einen Ersatz für Bärbel besorgen. Wir kauften uns kurzerhand eine indische Fahrradrikscha, die wir umbauten und mit einer großen verschließbaren Box ausstatteten. Da konnte jetzt auch Singh ab und zu mitfahren, wenn er vom vielen Laufen müde wurde. Von hier waren es noch ungefähr 700 Kilometer bis zur nächsten Provinzgrenze und wir waren sehr gespannt, welche Abenteuer auf uns warten würden.

Der Elefanten-Bulle Raju

Gemischte Gefühle

Der Elefantenbulle Raju legte die ersten Kilometer in einer unglaublichen Geschwindigkeit zurück, sodass wir Allahabad schon bald hinter uns gelassen hatten. Von Anfang an waren wir sehr beeindruckt von Jadov, dem freundlichen Mahut. Jadov erzählte uns, dass er schon seit elf Jahren mit Raju zusammenlebte. Bemerkenswert waren seine Fähigkeiten und das Geschick, diesen gewaltigen Elefanten unter Kontrolle zu halten. Wir erfuhren, dass Raju als junger Elefant von seinem ersten Mahut gequält wurde und seine Füße mit dem Messer zerschnitten wurden, damit er nicht weglaufen konnte. Genau solch eine Vorgeschichte macht einen Elefanten unberechenbar, da dann für dieses Tier jeder Mensch eine Gefahr darstellt. Somit mussten wir sehr vorsichtig sein. Es war ein mächtiger Makuna Elefantenbulle, von Natur aus ohne Stosszähne.

Mahut "Jadov" richtet "Raju" für die Tageswanderung her
Mit Raju und Fahrrad-Rikscha durch Uttar Pradesh
Raju bettelt beim Eisverkäufer nach einer Abkühlung
ganze 12 Fladenbrote für Raju zum Abendessen

Die Hitze tagsüber von 47 Grad Celsius zwang uns immer wieder zu langen Pausen. Immer früh zeitig um 4.00 Uhr standen wir auf, weckten unseren Mahut Jadov und dann Singh, unseren Freund und Dolmetscher. Nur schemenhaft entdeckten wir Raju in der Dunkelheit. Um ihn nicht im Schlaf zu erschrecken, blieb unsere Lampe aus. Wie ein Riesenbaby lag er friedlich auf der Seite und schnarchte ganz leise durch seinen Rüssel. Kaum geweckt, hob er sein Hinterbein, holte Schwung und stand auf allen Vieren. In den ersten Tagen wir noch ein wenig Abstand halten, bis sich Raju an uns gewöhnt hatte. Somit musste Jadov am Anfang die 100 Kilogramm schwere Hodah (Elefantensattel) mit allen Einzelteilen selber aufladen. ‚Wie soll das allein gehen?‘ fragte ich mich. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, wie mit einem Staubsauger wurden auf Jadovs Kommando die Einzelteile mit dem Rüssel angesaugt und der Reihe nach über den Kopf zum Mahut hoch gegeben. Schnell wurde uns klar, wie intelligent Elefanten wirklich sind.

Die Körperpflege eines Elefanten kostet Zeit, Uttar Pradesh
Eine Dusche mit Sand ist eine willkommene Abkühlung
Für Raju eine Qual, mit wunden Füßen durch eine lange Baustelle
Rajus Wunde am Bein müssen wir ständig verarzten
Auch die Füße sehen nicht gut aus, da Raju als ElefantenBaby mit Schnitten im Fuss von seinem ersten Mahut gequält wurde

In der Mittagshitze verweilten wir meist unter weit ausladenden Bodhi- und Banianbäumen, gönnten Raju eine lange Pause und somit genug Zeit zum Fressen. Jadov und wir holten riesige Äste von den Bäumen, ca. 100 bis 200 Kilogramm, welche dann als Futter gerade mal 3 oder 4 Stunden ausreichten. Zum Glück sind Elefanten in Indien heilig, sodass jeden Tag unzählige Inder Raju Opfergaben zusteckten, um auf diese Weise ihre Segnung zu erhalten. Viele Leckereien, wie Melonen, Zuckerrohrstangen, Gurken, Kürbisse, Bananen, Kekse und orientalische Süßigkeiten. Das brauchte er auch, da er schlecht genährt war und bei dieser Strecke viel Energie verbraucht wurde.

Mittagspause in einem Restaurant in Uttar Pradesh
Ein Gemüse-Händler unterwegs bot ein reichhaltiges Angebot

Die Übernachtungsmöglichkeiten gestalteten sich nicht immer einfach. Wo konnten wir nur auf die Schnelle einen 4 Meter hohen Elefanten parken? Die indische Landbevölkerung war jedoch unglaublich entspannt und hatte kein Problem mit diesem heiligen Besuch. Im Gegenteil, meist schaute das ganze Dorf dabei zu, wie wir unser Lager aufschlugen. Manchmal waren es allein schon hundert Kinder, die endlich mal eine Abwechslung hatten, da die meisten nicht zur Schule gingen und hart für ihre bettelarmen Familien mitarbeiten mussten.

Ein gefährliches Spiel mit schnellem Ende

Nach einer ganzen Weile machte „Raju“ plötzlich seltsame Anstalten. Abends im Nachtlager schnaufte er laut durch seinen Rüssel, um seine Abendmahlzeit schneller zu bekommen, 20 Fladenbrote. Manchmal bockte er auch, wenn nachmittags seine Hodah angeschnallt werden sollte. Nachdem wir eines Tages näher hinschauten, sahen wir, dass er in die Brunftzeit, die sogenannte Mast kam. Schon bald rückte auch Jadov mit der Sprache heraus. Elefantenbullen in Liebesstimmung wären lebensgefährlich für Menschen und er zeigte uns seine großen Narben auf dem Kopf und an der Schulter. Wir erfuhren von ihm auch, dass Raju vor 11 Jahren seinen Peiniger, den vorangegangenen Mahut getötet hatte.

Als ich am nächsten Tag für Raju Futter mit der Axt vom Baum holte und ihm hinschob, griff er mich an. Er hatte sich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Jadov musste dringend eine Entscheidung treffen. Er befürchtete, das Raju bald in die Vollmast kommen würde. Dann müsste er ihn sofort im nächsten Dorf für die kommenden 4 – 6 Wochen an einen Baum ketten, da er unkontrollierbar wäre. Deshalb mussten wir uns in Kanpur leider von unserem Raju verabschieden.

Abschied nach einer weiten Strecke von Raju in Kanpur

Neue Hoffnung, neues Glück

Sofort nach dem Abschied von Raju begann unsere Suche nach einem dritten und letzten Wegbegleiter. Unter großem Aufwand entdeckten wir in einem 100 Kilometer Radius der Stadt Kanpur, nur drei ungeeignete Elefanten. Die Besitzer des einen Tieres waren Sadhus und sie erklärten sich sogar bereit, uns diesen Bettelelefanten mit auf den Weg zu geben. Doch die ganze Sache hatte einen fatalen Haken, denn diese Elefantendame war blind. Um unverblümt Geld zu verdienen, erzählten sie uns, dass dies kein Problem wäre. Das kam auf keinen Fall in Frage, also suchten wir weiter. Dem Besitzer der beiden anderen Elefanten fehlten sämtliche Papiere für deren Besitz.

Mit diesem Gefährt auf der Suche nach einem neuen Elefanten, Kanpur, Uttar Pradesh
Eine blinde Elefantin mit ihrem Mahut in Kanpur
Besichtigung weiterer Elefanten in der Gegend nördlich von Kapur

Über weitere fünf Ecken erfuhren wir, dass es in Moradabad einen oder zwei Elefanten geben könnte. Uns blieb nichts anderes übrig, als dorthin zu fahren. Über 50 Kilometer weit außerhalb der Stadt auf dem Lande, fanden wir in einem kleinen muslimischen Dorf die schöne „Lakhi“. Sie war eine 35 Jahre alte liebevolle Elefantendame mit ihrem Mahut und Besitzer Phahiem. Nach drei Tagen harter Verhandlung konnten wir Ende Mai mit unserem dritten Elefanten in Richtung Himalaya starten.

In Moradabad finden wir unsere neue Begleiterin, die liebe Elefantin "Lakhi"
Auf unserem Weg nach Rishikesch mit Lakhi

Von Anfang an war unsere Lakhi sehr sympathisch und unkompliziert. Nun endlich war die Zeit gekommen, unsere erlernten Erfahrungen bei dieser Elefantin einzusetzen. Schon nach einigen Kilometern saßen wir selbst auf der Hodah und versuchten Lakhi mit den indischen Kommandos zu kontrollieren. Im chaotischen Verkehr der Städte war das allerdings wirklich nicht einfach. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Kommandos richtig beherrschten und Lakhi schließlich doch vorwärts anstatt rückwärts lief.

Mittagspause in der Hitze an der Straße, nördliches Uttar Pradesh
Organisation von Futter für "Lakhi" im Wald
Übernachtung an einem Hinduh-Tempel, nördliches Uttar Pradesh
Training im erklimmen von Lakhi mit der königlichen Aufstiegsmethode eines Mahut
Abendstimmung auf der Straße bei Haridwar, Uttarakhand

Auch lernten wir endlich das richtige Erklimmen des Elefanten mit der Mahut-Königsmethode über den Rüssel. Es war wunderbar mit Lakhi unterwegs zu sein. Die Gegend war erfrischend grün und die Städte wurden immer kleiner. Schon bald erspähten wir die ersten Berge am Horizont und in den Wäldern versteckten sich wilde Elefanten und Tiger. Überall lag der Dung von wilden Elefanten auf dem Boden und Lakhi war mit ihrem Rüssel ständig am Schnüffeln, da sich Elefanten aus kilometerweiten Distanzen riechen können.

Haridwar ist das Tor zu den Göttern

Haridwar aus den Bergen, Uttarakhand
Abendliche Opferzeremonie mit vielen Menschen am Ganges, Haridwar
Sadhu in Haridwar am Ufer des Ganges, Uttarakhand
Ein Bad im kühlen Ganges in Haridwar, Uttarakhand

Haridwar ist eine der sieben heiligsten Städte Indiens. Jeder Hindu sollte einmal in seinem Leben nach Haridwar gepilgert sein. Wer hier ein Bad im Ganges nimmt, wird von seinen Sünden reingewaschen. Wo also könnte es einen besseren Platz geben als in Haridwar, um mit einem Elefanten baden zu gehen. Wir lagerten mit Lakhi außerhalb der Stadt Stadt an einem sicheren Ort. Ohne sie tauchten wir in das Getümmel der Stadt. Wir wurden von den Menschenmassen fast erschlagen. Hunderte Sadhus mischten sich mit Bettlern und zehntausenden Pilgern. Wir fanden kaum einen fußbreit Platz, um unsere Opfergaben gemeinsam mit Singh in die Fluten des Ganges zu geben.

Sadhu ind Rishikesh, nördliches Indien
Keuschheitsgürtel eines Sadhu in Rishikesh, nördliches Indien

Der 840 Quadratkilometer große Rajaji National Park begann gleich hinter Haridwar. Leider durfte Lakhi wegen der Tierschutzbestimmungen der Nationalpark-Behörden nicht in das Parkgelände. Somit erkundeten wir die großen Gras- und Waldlandschaften ohne unsere Begleiterin. Es dauert nur wenige Minuten und wir entdeckten die erste wilde Elefantenherde mit ihren Kälbern im schützenden Wald. Später tauchte auch noch eine weitere Herde auf. Sie wurde von einem Bullen begleitet, welcher plötzlich angriff. Doch mit unserem Jeep konnten wir schnell entkommen.

Die letzten Kilometer nach Rishikesh, Uttarakhand
Lakhi nimmt bereitwillig Opfergaben von Passanten an, Rishikesh
Am Ziel nach einem Bad in Rishikesh, am Rande des Himalayas

Die letzten Kilometer waren angebrochen und die Berge wurden sichtlich höher. Nach einer Wegstrecke von 1.200 Kilometern erreichten wir endlich Rishikesh. Der Ganges transportierte hier eine erfrischende kühle Brise aus den Bergen hinunter ins Tal und es war angenehm, hier zu verweilen. Hinter uns lag die weite Ganges-Ebene und vor uns der mächtige Himalaya. Hier in Rishikesh nahmen wir mit Lakhi ein letztes Bad im nun klaren und frischen Wasser des Ganges. Der Abschied von ihr und unserem Team fiel uns besonders schwer. Auch Singh, unser treuer Begleiter und cleverer Organisator musste sich verabschieden und fuhr zurück in seine Heimat Bihar.

Die vier heiligen Quellen

Wir besuchten nun der Reihe nach von Ost nach West die weit in den Bergen versteckten Ganges-Quellen. Sie sind sehr wichtige Wallfahrtsorte für die Pilger der großen Char Dham Yatra, einer Ganges Pilger-Reise.

Als erstes ging es flussaufwärts nach Devaprayag, wo sich der Ganges in seine zwei Hauptzuflüsse Bagirathi und Alaknanda teilt. Im Schatten des fast 8.000 m hohen Nanda Devi zogen sich endlose Serpentinen an den steilen Berghängen die engen Täler hinauf. Auf 3.100 Meter Höhe erreichten wir den ersten Ort, Badarinath. Tausende Pilger warteten in der Kälte, in langen Schlangen eng aneinander gedrängt, auf die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Einmal im Leben im Inneren des Tempelschreins nieder zu knien, an dem Ort, an dem einst der Hauptgott Shiva verweilte. Nachdem die Gaben im Tempel geopfert wurden, nahm jeder Pilger ein reinigendes Bad in den heißen Quellen, die hier direkt aus dem Berg sprudelten. Die eigentliche Quelle des Alaknanda befand sich fünf Kilometer weiter in Richtung Tibet. In einer engen Talfalte unter großen Felsen tritt der Fluss hier zu Tage. Unweit von Badarinath befindet sich auch noch das Hochtal der Blumen. Jetzt im Himalayafrühling standen ganze Gebirgswiesen in voller Blüte und verwandelten die Landschaft in ein Paradies.

Sadhu in Badrinath, Uttarakhand, Himalaya
Kedarnath Vanya Jeev Prabha Tempel, Uttarakhand, Himalaya

Durch moosbehangenen Bergregenwald fuhren wir über einige Gebirgsketten in Richtung Kedarnath weiter, der zweiten Quelle des Mandakani Flusses. Hier endete die Straße allerdings schon tief unten im Tal, in Gaurikund. Zu Fuß ging es nun auf glitschigen, abenteuerlichen Pfaden hinauf in die Wolken. Wie ein kleines Nest befand sich Kedarnath auf einem Hochplateau in 3.584 Meter Höhe. Nach unserer Ankunft lichteten sich etwas später die Wolken und es schälte sich die große siebentausender Silhouette der Kedarnath-Gruppe aus dem Dunst, ein magischer Anblick der vertikalen Wände aus Fels und Eis. Dieser Platz gefiel mir sehr gut. Der Tempel war sehr alt und aus Naturstein gehauen. Es war hier viel ruhiger als in Badarinath und wir trafen auch hier einige wenige Sadhus, die sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatten. Sie waren bis auf wenige Kleidungstücke fast nackt und am ganzen Körper mit Asche eingerieben. Im Inneren dieses Tempels befand sich einer der zwölf wichtigsten Opferaltäre in ganz Indien, ein so genannter Joti-Lingham.

Sadhu in Gangotri, Uttarakhand, Himalaya
Aufstieg am Bhagirathi Fluss zur heiligen Ganges Quelle, Gangotri, Uttarakhand
Shivling Mountain 6.543 Meter, Gangotri, nördliches Indien, Himalaya
Gaumukh Ganges Quelle in Gangotri, 4.000 Meter, Nord-Indien

Nachdem wir Kedarnath hinter uns gelassen hatten, folgten wir nun dem tosenden und wilden Bagirathifluss, weit hinein in die engen Täler zur dritten Quelle. Es ist nicht nur ein Wallfahrtsort sondern auch der Ausgangspunkt unzähliger Bergexpeditionen. Die Landschaft hier in Gangotri war einfach traumhaft schön, gespickt mit uralten knorrigen Himalayazedern. Weitere zwanzig Kilometer flussaufwärts erreichten wir in 3.800 Meter Höhe die eigentliche Hauptquelle des Ganges. Nun standen wir symbolisch neben Shivas Kopf und aus seinem Mund, dem Gletscher, floß der reine Ganges, die Lebensader Indiens. Wir stiegen auf 4.200 Meter Höhe weiter bis nach Tapovan auf, dem Basislager eines bekannten Berges. Der Mt. Shivling mit seinen 6.543 Metern zählt zu den weltweit schönsten Bergen und symbolisiert das indische Matterhorn. Hier entdeckten wir zu unserer Verwunderung unzählige wilde Blauschafe, die uns fast aus der Hand fraßen. Sie waren mitten in der Brunftzeit und das Knallen ihrer Hörner im Kampf um die Weibchen war weit zu hören.

Der letzte Pilgerort, den wir in Angriff nahmen, war Yamunotri. Hier befindet sich die Quelle des Yamunaflusses, welcher am Taj Mahal vorbei fließt und in Allahabad / Triveni in den Ganges mündet. Wir fühlten uns vollkommen in die Einsamkeit verschlagen, denn es waren kaum noch Pilger zu sehen und die Straße löste sich immer mehr in Luft auf. Irgendwie kamen wir doch noch in Janki Chatti an, dem Ausgangspunkt nach Yamunotri, auf 3.185 Meter Höhe. Extrem steil führten hier die Pfade hinauf zu dem kleinen Schrein. Wie an allen anderen heiligen Plätzen in der dünnen Luft, ließen sich einige reiche Inder sogar in Sänften oder auf Ponyrücken zum Tempel hinauftragen. Als wir oben angekommen waren, entdeckten wir auch hier heiße Quellen. Hier unternahmen wir eine letzte kleine Puja, tauchten im heißen Wasser der Quellen unter und beendeten somit unsere “Char Dam Yatra”, die Wallfahrt zu allen vier heiligen Quellen des Ganges.

Hier fand nun die Elefantenexpedition „Mahut 2007“ ihr erfolgreiches Ende, nachdem wir dem Ganges so weit bis zu seinen Quellen gefolgt sind. Es war für mich die allerschönste Indien-Reise, die ich je unternommen hatte.

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Peer Schepanski

Expeditionsreisender, mit naturwissenschaftlichen Interesse und leidenschaftlicher Sammler. Mit zahlreichen Expeditionen, lernte, dass manche Entbehrungen durch ursprüngliche Begegnungen mit Natur und Menschen belohnt werden.