Australien – Dornenteufel, Rote Wüste und der weiße Mann im Loch Australien 1999

Australien 

Ankunft auf dem Darwin AirPort

Buschland mit Termitenhügel

Willkommen in Down Under

Mit dem größten Vollmond, den ich je gesehen hatte, wurden wir heute Morgen in Darwin begrüßt. Was mir sofort auffiel war, dass es komplett anders riecht, nach Gras und verbannten Holz. Die Menschenmassen sind verschwunden, es ist richtig leer auf den Straßen und ruhig, außer die unzähligen Papageien die im Buschland kreischen. In der Innenstadt Darwins bekommen wir sofort die mörderischen Preise Australien zu spüren. Sofort erkennen wir, dass wir uns nicht ewig in Darwin aufhalten können und uns schon bald um Arbeit kümmern müssen. Es war wunderbar hier und fühlte mich auf Anhieb wohl. Die Australier sind so unglaublich spontan und freundlich. Einmal fehlten uns 50 australische Cent um Seife zu kaufen. Ein Australier bezahlte uns einfach die Seife. In Darwin nutze ich auch die Gelegenheit für einen Arztbesuch, den irgendwie hatte ich immer noch eine Erkrankung verschleppt. Die Arztpraxis war 15 Kilometer außerhalb der Stadt, leicht mit meinem Fahrrad zu erreichen. Auf dem Rückweg blieb ich erstaunt mitten in der Wildnis an einem Mangrovenwald stehen. Ich lauschte den Geräuschen und wollte heraus finden, woher es kam. Ich legte mein Fahrrad versteckt im Straßengraben ab und lief nur ein paar Meter weit in den Sumpf. Über hingen hunderte Flugfüchse in den Bäumen und lieferten sich kleiner Kämpfe um die Schlafplätze in den Baumkronen.

Billabong, Northern Territory, Australien

Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr

Als ich nur 5 Minuten später aus dem Unterholz kroch, sah ich mit entsetzen das der Platz wo mein Fahrrad lag, leer war. Wie besessen suche ich die Gegend ab, dann dämmerte es mir, jemand hat es geklaut. Aber hier draußen war doch keiner, wie konnte das nur sein? Irgendwie kam ich zurück in die Stadt weil mich ein Australier im Auto mitgenommen hatte, noch total verstört was nun werden sollte ohne Fahrrad und ohne Geld. Gil war auch schockiert und machte mir schwere Vorwürfe. Ich informierte meine Eltern und sie wollten mir sogar ein neues Rad schicken. Das wollte ich nicht, ich wollte mein Rad was mich so weit gebracht hatte wieder bekommen. Egal wie lange es dauern sollte, ich wollte Darwin nicht verlassen ohne mein Fahrrad, das stand fest. Sofort setzte ich alle Hebel in Bewegung, ich erstattete sofort Anzeige bei der Polizei, verteilte Flugzettel in der Stadt und suchte mein Rad so gut ich konnte. Zwei Tage später hatte sich nichts getan und ich dachte ernsthaft nach, was ich noch tun könnte.

Der Aborigine der mein Fahrrad zurück brachte

Mir kam die Idee, dass mir vielleicht die Second Hand Geschäfte der Stadt weiterhelfen könnten. Als ich den dritten Laden aufsuchte, landete ich fast einen Volltreffer. Nur 20 Minuten bevor ich hier auftauchte, war ein Aborigines Mischling im Laden und wollte mit hoher Wahrscheinlichkeit mein Fahrrad verkaufen wollte. Ich zeigte dem Ladenbesitzer ein Bild meines Rades und er stimmte zu, das war das Rad. Da aber keine Rahmennummer auf dem Rad war, wollte der Händler das Rad nicht kaufen. Eine heiße Spur, schade das ich nicht eher hier war, dachte ich mir. Nun überlegte ich mir, wo denn diese Aborigines wohnen und leben in Darwin. Doch der Besitzer des Second Hand Shops half mir weiter und markierte mir alle die Orte/ Communities, wo Aborigines wohnen auf einer Karte, die ich aus dem Telefonbuch gerissen hatte. Ich fragte Gil, ob er mir sein Fahrrad leihen würde, um zu suchen. Nur widerwillig gab er mir sein Rad und ich fuhr los. Blind in irgend eine Richtig und ohne genau zu wissen, wo ich eigentlich hinfuhr. Nach einiger Zeit landete ich in einer Wohnsiedlung an einem Gartenzaun, wo ein weiser Australier arbeitete. Ich erzählte ihm meine ganze Geschichte, doch er hatte überhaupt keine Idee. Doch ein paar Minuten später tauchte hinter ihm ein großer Aborigines auf und hörte zu. Plötzlich drehte sich der Australier um und rief, komm du weißt doch etwas. Wie kommt er darauf, fragte ich mich. Kurz darauf erzählte der junge Aborigines/ Ureinwohner, das heute Morgen sein alter Schulfreund das Fahrrad an ihn verkaufen wollte. Da traf mich fast der Schlag, ich hatte tatsächlich unter 50.000 Einwohner der Stadt den Mann getroffen, der den Dieb kannte. Sofort bat ich ihn mir das Rad zurückzubringen und gab ihm meine letzten 70 Australien Dollar. Eine Stunde später kam er mit dem Pickup Auto zurück und auf der Ladefläche lag mein Fahrrad, inklusive Gepäckträger und alle Schrauben. Ich traute meinen Augen nicht, doch das war mein Rad. Später erfuhr ich, dass der Aborigines den Chef der Ureinwohner-Community von Darwin kannte und somit viele Kontakte hatte. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Endlich hatte ich mein Fahrrad wieder. Nach einer Woche suche ging es mit den Rädern los, in den weltbekannten Kakadu National Park.

Abfahrt in den Kakadu National Park mit meinem Fahrrad

Sonnenuntergang, Kakadu National Park, Australien

Der Kakadu National Park

Auf recht guter Straße fuhren wir durch den Park, als ich sogar an einem Seitenarm des Yellow River ein Krokodil sehe. Als ich zu Fuß näher kam, sprang es krachend in Wasser. Es war ein Süßwasserkrokodil, circa 3 Meter lang und eher ungefährlich für Menschen. Doch es gibt hier auch viele Salzwasser Krokodile bis zu 6 Meter Länge und es deshalb ist lebensgefährlich für Menschen hier baden zu gehen. An manchen Stellen brannte sogar das Buschland, so genanntes kontrolliertes Clear Burning um einen heißen Brand der alles zerstört zu verhindern. Am Nourlangie Rock entdeckten wir Jahrtausende alte Felsmalereien und hier tauchten wir erstmals in die Traumzeit dieser circa 40.000 Jahre alten Aborigines Kultur ein. Überall im Park standen riesige Termiten Hügel und Kakadu Schwärme flogen über unsere Köpfe hinweg.

Süßwasser Krokodil, Yellow River, Kakadu National Park

Brennendes Buschland, Kakadu National Park

 

Felsmalereien, Nourlangie Rock, Kakadu National Park

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Kakadu, Kakadu National Park, Australien

Termitenhügel bis 7 Meter hoch, Kakadu National Park, Australien

Auf dem Weg zum gewaltigen Jim Jim Wasserfall, biegen wir von der Straße ab und auf Waschbrettpiste werden wir kräftig durchgeschüttelt. Auf einmal zerbrach während der Fahrt Gil Lenker in zwei Teile. Hier war weit und breit nichts für eine Reparatur, Darwin war hunderte Kilometer weit weg. Wir konnten hier improvisieren und Gil schnitzte sich aus Hartholz aus dem Buschland ein Holzstück zurecht. Dieses wurde in das abgebrochene Lenkerende getrieben, mit einem großen Stein. Dann hat er das andere Stück mit ordentlichen Schlägen wieder zusammengefügt und Siehe da, es funktionierte. Wenn wir Unterwegs etwas gelernt hatten, dann war es Ruhe zu bewahren und zu improvisieren. Die Fahrt zum Wasserfall ging durch tiefe Schlammlöcher und weiter bis zum Camp am Jim Jim Wasserfall. Ein besonderes Erlebnis hier war die Besteigung der oberen Kaskade des Wasserfalls. Es ging steil Bergauf durch wunderbaren Eukalyptuswald, bis wir an der 200 Meter hohen Kante des Wasserfalls stehen. Auch hier finden sich tolle Aborigine Wandmalereien am Felsen direkt am Kliff.

Piste zum Jim Jim Wasserfall, Kakadu National Park

Blick in den Jim Jim Wasserfall, Kakadu National Park

Blick vom Jim Jim Wasserfall in den Kakadu National Park

Unsere Fahrt ging weiter auf dem Stuart Highway bis nach Katherine. Wieder einmal hatten wir kaum noch Geld in der Tasche, jetzt wurde es erst, wir mussten uns Arbeit suchen, nur wo? Wir informierten uns und kamen auf die Idee nach Kununurra in Westaustralien zu fahren, einem der größten Farmlandschaften Australien mit ausgedehnten Gemüse und Obstanbau. Es brauchte eine Weile bis wir Arbeit und Unterkunft fanden aber es klappte. Für die nächsten 3 Monate arbeiten wir fast durch, jeden Tag zwischen 10 uns 12 Stunden. Wir reinigten Baumwollfelder, vereinzelten massenhaft Salate zur Samenproduktion und pflügten schwere Kürbisse und tausende Melonen.

Kununurra, Kürbisse pflücken auf der Farm, West Australien

Harte Arbeit in der Hitze, Kununurra, West Australien

Ein tolles Team, Arbeit in Kununurra, West Australien

Weiterfahrt nach langer Arbeit, Australien

Wie sahen viele Backpacker kommen und gehen, die die harte Arbeit auf dem Feld nicht machen wollten oder aufgaben. Wir wurden ganz gut bezahlt, lernten neue Freunde kennen und gehörten fest zu unserem Arbeitsteam. Nach der harten aber auch lehrreichen Zeit hatten wir gutes Geld verdient um durch Australien zu kommen. Zufrieden machten wir und auf, Australien auf der Nord-Süd-Achse zu durchqueren. Zurück in Katherine sitzen wir Abends in Coco‘s Backpacker mit Aborigines am Lagerfeuer und ich lerne das Didgeriedoo spielen. Jahrelang hatte ich mir den Kopf zerbrochen, wie die zirkulierende Atmung im Didgeriedoo, dem ältesten Instrument der Welt, funktioniert. Am Tag darauf folgten wir dem Stuart Highway in Richtung Alice Springs, mitten im roten Zentrum von Australien gelegen.

Aborigines in unserer Unterkunft, Katherine, Nördliches Australien

Aborigine mit Didgeriedoo, Katherine, Nördliches Australien

Ein Biss und die Büchse der Pandora

Ein großes Problem stellte der Wassertransport auf dem Rad dar. Die Tankstellen waren teilweise hunderte Kilometer weit auseinander. Wir mussten immer wieder Wassertanks auf Rastplätzen suchen. Wir übernachten unter einen magischen Sternenhimmel, jede Nacht draußen im Schlafsack ohne Zelt. Die Gifttiere sind das kein Problem, dachte ich. Bis wir in Alice Springs waren und ich aus Versehen ein Nest einer schwarzen Witwe unter einer Holzbank unwissentlich mit meiner Wade zerdrückte.

Sehr giftige schwarze Witwe (Latrodectus), Alice Springs, Zentral Australien

Ich wurde gebissen und schaffte es gerade noch in Krankenhaus. Aber ein Gegengift bekam ich nicht, nur alte, kranke Menschen sowie Kinder bekommen das Gegengift, welches schmerzhafter sein kann, als das Gift der Spinne selbst. Der Schmerz brannte innerhalb von Minuten in meinem Bein, es fühlte sich taub an. Das Gift wird über die Lymphbahn im Körper verteilt. Nachdem ich mit einem Eispack und einer Hand voll Vitamin C Tabletten behandelt wurde, ließ der unerträgliche Leibschmerz etwas nach. Doch noch ganze weitere 3 Tage konnte ich kaum Radfahren, während wir auf dem Weg ins rote Zentrum Richtung West Macdonnell Ranges und Kings Canyon waren. Kaum zu glauben was solch eine kleine Spinne für Schmerzen verursachen kann, aber im Normalfall stirbt man NICHT daran.

Ellery Creek Big Hole, West Macdonnell Ranges, Zentral Australien

Mount Sonder, West Macdonnell Ranges, Zentral Australien

Wir kamen durch schöne Landschaften mit Wasserlöchern, kleinen Canyons und ausgetrockneten Flussbetten. Wir stiegen noch mit zwei anderen Radfahrern die wir unterwegs treffen auf den Mount Sonder 1.380 Meter hoch. Von dort oben hatten wir eine eindrucksvolle Aussicht über das rote Zentrum Australien. Im Normalfall dürfen nur Allrad-Autos (mindestens 4 Reifen) mit Permit auf den bekannten Mereenie Loop, gesperrtes Aboriginal Land auf dem Weg zum Kings Canyon. Wir haben uns einfach vorher ein Permit in Alice Springs geholt, da wir ja zusammen auch 4 Räder haben. Dann wussten wir warum so hohe Sicherheitsregeln aufgestellt wurden. Wir versanken in Sand, die Hitze war unerträglich und die Distanzen nahmen kein Ende. Wir hatten 15 Liter Wasser pro Person in Container und Flaschen dabei und das war „Ein Tropfen auf den heißen Stein“. Unsere Gepäckträger zerbrachen unter der Last und vom Gerüttel auf der Piste. Das Wasser ging uns ab Morgen des 3 Tages aus und nur mit aller Mühe, Erfahrung und Ausdauer kamen wir total aus gedürstet am Kings Canyon an, aber wir hatten es geschafft.

Sandpiste des Mereenie Loop, Aboriginal Land, Zentral Australien

Total ausgepauert, Mereenie Loop, Zentral Australien

Kings Canyon, Watarrka-Nationalpark, Australien

Watarrka-Nationalpark, Rotes Zentrum, Australien

Nach nur einem Tag Ruhe liefen wir die 10 Kilometer lange Runde um den Canyon und am Ende erwischte uns ein ausgewachsenes Unwetter mit heftigem Regen mitten in der Wüste. Wasserfälle stürzten wie aus dem nichts die Steilwände hinunter, ein heftiger Anblick aber zugleich auch schön. Während der Fahrt zum Ayers Rock (Uluru) und den Olgas (Kata Juta) fing die Wüste an zu blühen, Aus Respekt zu den Aborigines und deren heiliger Stätten bestiegen wir den Uluru nicht, nahmen auch keine Steine vom Ayers Rock mit. Der Monolith war auch so eindrucksvoll mit einer 10 Kilometer langen Umrundung. Von Ulara aus konnten wir in 50 Kilometer Entfernung die Olgas (Viele Köpfe) schon sehen. Wir übernachteten ganz allein im Angesicht der roten Felsen mitten im Buschland. Am Morgen war unsere gesamte Plastikunterlage wie ein Sieb durchlöchert durch die aggressiven Ameisen die alles zerbissen. Nicht Naturmaterialien wurden angegriffen, nein Plastik und künstliche Dinge sind das Ziel für Insekten. Nach einer schönen Tour zu Fuß durch die Olgas ging es zurück nach Ulara und wir staunten über das Blumenmeer mitten in der roten Wüste.

Rote Sandwüste, Rotes Zentrum, Australien

Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark, Zentral Australien

Dornenteufel, Rotes Zentrum Australien

Blauzungen-Echse, Rotes Zentrum, Australien

Uluru (Ayers Rock), Rotes Zentrum, Australien

Kata Tjuta (Olgas), Viele Köpfe, Rotes Zentrum Australien

Übernachtung am Wassertank, Rotes Zentrum, Australien

Giftschlange im Rucksack

In Coober Pedy, (Weiser Mann im Loch) staunten wir über viele kostbare Opale und treffen auf sonderbare Typen die ihr Glück in den unzähligen Schächten suchen. Nach knapp 4.000 Kilometer sind wir geradelt bis wir die malerische und grüne Südküste Australiens erreichten. Spektakuläre Nationalparks, einsame Strände, wilde Küstenabschnitte und spontane Begegnungen zeichnen diesen Abschnitt der Reise aus. An einem Fluss treffen wir auf Angler, mit Gummistiefel und fester Kleidung ausgerüstet, die sich über uns beschwerten, weil wir barfuß und in kurzen Hosen unterwegs waren. Hier seien zuviel lebensgefährliche Giftschlangen im Unterholz, erzählten sie uns und sie hatten recht. Da ich mit Schlangen, Reptilien und Insekten im Elternhaus aufgewachsen bin, kannte ich mich etwas aus. Kurz darauf entdeckte ich vor meinen Füßen eine hochgiftige Tiger-Otter (tigersnake). Ich hatte keine Wahl und konnte sie nur noch töten bevor sie mich gebissen hätte. Es tat mir sehr leid aber sie sollte auch nicht umsonst gestorben sein, deshalb packte ich kurzerhand in meinen Rucksack. Wir bereiteten sie am Abend auf dem Grill eines Campingplatzes zu und ließen sie uns schmecken.

Raue Küste, Süd-Australien

Koalas in den Wäldern der Südküste, Süd-Australien

zwölf Apostel, Südküste, Victoria, Australien

Traumland Tasmanien

Fähre nach Tasmanien von Melbourne

Camp im Busch von Tasmanien

Cradle Mountain National Park, Tasmanien, Australien

Fahrt zum Cradle Mountain, Tasmanien

Cradle Mountain 1.545 Meter, Tasmanien, Australien

In Melbourne angekommen, informierten wir uns intensiv über eines unser sehr lang geplanten Ziele, einer Tour auf der Australien vorgelagerten Insel Tasmanien. Wir buchten uns ein Fährticket mit der „Spirit of Tasmania“ Fähre und über Nacht schaukelten wir über die „Bass Strait“ nach Devonport, Tasmanien. Das war das Land meiner Träume: urige Waldlandschaften, große Gebirge mit klaren Bächen und Flüssen, einsamste Strände, super freundliche Menschen und viele National Park. Wir stürzen uns in dieses Abenteuer und verlassen den Hafen Devonport in Richtung „Cradle Mountain National Park. Auf dem Weg trinke ich das erste Mal auf unserer Reise das Wasser einfach ungefiltert aus kleinen fliesenden Bächen und Flüssen. Das ist kein Problem in Tasmanien, solange es nicht in der Nähe von Städten getrunken wird. Wir tauchen tief in den temperierten Urwald Tasmaniens ein und besteigen sogar den 1.545 Meter hohen Mount Cradle im gleichnamigen Nationalpark. Selten habe ich so eine intakte und atemberaubende Natur gesehen. Für die Umrundung des Berges lassen wir uns einige Tage Zeit. Am Morgen entdecke ich vor einer Holzhütte, in der wir die Nacht verbrachten, eine ganze Wiese mit Sonnentau Pflanzen, die wie Diamanten in der Sonne glitzerten. Unsere Fahrräder hatten wir einfach am Parkplatz stehen lassen und als wir zurück kamen, standen sie unversehrt noch an derselben Stelle. Von hier aus ging es zur abgelegenen Westküste nach Strahan und wieder über die Berge in den „Lake Saint Claire“ National Park. Hier machte mir das Radfahren auf der Weltumradelung am allermeisten Spaß. Wir erreichten Hobart nach 2 Wochen Fahrt. Leider hatten wir nicht genug Zeit die Insel weiter zu erkunden, schworen uns aber wiederzukommen.

Tasmanischer Teufel, Tasmanien, Australien

Echidna oder Ameisenigel, eierlegendes Säugetier, Tasmanien

Wombat, Cradle Mountain National Park, Tasmanien

Cradle Mountain National Park, Tasmanien

Melbourne, Haupstadt Victoria

Zurück in Melbourne ging unsere Fahrt weiter nach Sydney und von dort nach 32.000 Kilometern zu unserem eigentlichen Ziel. Nach über zweieinhalb Jahren um die Welt und über 7000 Kilometern allein auf dem australischen Kontinent, geht es jetzt ans andere Ende der Welt, nach Neuseeland.

 

 

 

Peer Schepanski

Expeditionsreisender, mit naturwissenschaftlichen Interesse und leidenschaftlicher Sammler. Mit zahlreichen Expeditionen, lernte, dass manche Entbehrungen durch ursprüngliche Begegnungen mit Natur und Menschen belohnt werden.